| SWR
Antennen müssen mit ihrer Umgebung in Resonanz (=Einklang) stehen.
Der elektrische Wider- stand am Antennenausgang des Funkgeräts beträgt 50 Ohm. Denselben Wert hat das Koaxial- kabel (=Antennenkabel).
Eine Antenne muß eventuell auf diesen Wert in etwa angepasst werden. Hierzu benötigt man ein SWR - Meter zur Messung:
SWR="standing wave radio"; deutsch: "Stehwelle"
Die Messung verläuft in zwei Schritten: Messung
1: Anpassung (=Kalibrierung) des Meßgeräts an das Funkgerät.
Funkgerät auf Kanal 20 stellen, bei 80 Kanälen auf Kanal 80; die neuen Kanäle 41-80 liegen nämlich im Frequenzbereich 26 MHz, die alten im Bereich 27 MHz!). Schiebeschalter auf "FWD" stellen. Sendetaste drücken und mit dem Kalibrierknopf den Zeiger soweit nach rechts drehen, bis er mit dem Punkt "SET" auf der Skala eine Linie bildet.
Sendetaste loslassen.
Messung 2:
Eigentliche Stehwellenmessung. Schiebeschalter auf "REF" stellen, Sendetaste drücken und SWR-Wert ablesen.
Gute Werte sind zwischen 1,0 und 1,5. 1,5 -2,0 ist auch noch aktzeptabel. 2,0-2,5 zur Not auch noch.
Ab 2,5 aufwärts kritisch. Ab 3,0 schlecht (roter Bereich auf Skala).
Der beste Wert ist erreicht, wenn der Zeiger gar nicht ausschlägt, also "1 zu 1" (so spricht man das aus), so hat man praktisch keinen Verlust beim Senden. Wenn die Stehwelle schlecht ist, werden die Funkwellen größtenteils wieder in das Funkgerät zurückreflektiert.
Die Sendeendstufe wird durch Überhitzung zerstört.
Die Antenne läßt sich entweder am Antennenfuß (Drehring, Abstimmstift) oder am Strahler (durch rein-/rausziehen) auf gutes SWR abstimmen.
Beim Messen nicht zu nah an der Antenne stehen (sonst verfälschen die Meßergebnisse). Auf Massekontakt für Antenne achten (sonst kriegt man kein gutes SWR hin)! Masse = Anschluß an Blitzableiter, Wasser-/Heizungsrohr, sonstige große Metallfläche.
Wenn "1 zu 1" nicht erreicht wird, ist das auch nicht weiter tragisch (im Bereich bis max. 2,0 ist der Verlust zu verschmerzen).
Sonstiges zu: CB-Antennen
Manche Hochantenne hat überhaupt keine Abstimmvorrichtung zum SWR- einstellen. Hier kann man nur auf möglichst gute Masse achten und auf einen hochliegenden, freien Standort (auf Hausdach oder Antennenmast vor dem Haus). Dann müsste es eigentlich keine schlechten Werte geben.
Teleskopantennen an Handfunkgeräten immer vollständig herausziehen! Sonst kann auch hier - aufgrund eines schlechten SWR's - die Endstufe zerstört werden. An Handfunkgeräten braucht man übrigens keine Stehwellenmessung durchzuführen. Die Antennen sind bereits angepasst. Wem Teleskopantennen zu sperrig sind, dann kann man sich eine kurze Gummiantennen besorgen. In der Regel werden moderne Handfunkgeräte nur noch mit dem Gummispargel ge- liefert (Teleskopantennen sind optional erhältlich).
Die Reichweite einer Teleskopantenne ist allerdings größer.
Handfunk-Gummiantennen haben innen eine Drahtspirale. Deshalb die Gummiantennen nicht zu stark biegen, sonst kann diese durchbrechen!
Hochantennen werden aus einzelnen Strahlerelementen ineinander gesteckt und verschraubt. Der fertige Strahler sieht also einer überdimensionalen Teleskopantenne ähnlich.
Man beachte: Die Strahlerelemente sind evtl. mit Filzstift oder ähnlichem markiert, damit man weiß, wie tief sie ineinander gesteckt werden sollen. Wenn man die Strahlerelemente bis zu den jeweiligen Markierungen ineinander steckt, müsste in der Regel die Stehwelle gute Werte aufweisen.
Die Markierungen sind also für eine vorabgestimmte, gute Stehwelle gedacht. Die Markierungen sollte man vor allem bei denjenigen Hochantennen beachten, die über keine Abstimmvorricht- ung zum SWR- einstellen verfügen .
Bei den Beschreibungen von CB-Funkantennen in Katalogen und Prospekten wird zur mechanischen Strahlerlänge - ausgedrückt in Millimetern - meist auch noch die elektrische Strahlerlänge - ausgedrückt in Lambda - angegeben. Um das Wort "Lambda" nicht ausschreiben zu müssen, wird der entsprechende, altgriechische Buchstabe als Symbol dafür verwendet (sieht ähnlich aus wie ein kleines "h"). Die Angabe in Lambda hat folgende Bedeutung: CB-Funkwellen haben eine Wellenlänge von rund 11 Metern. Eine Antenne von 1 Lambda elektrischer Länge hat also die volle Strahlerlänge von 11 Metern. Eine 1/2-Lambda-Antenne ist um die Hälfte kürzer als die 1-Lambda-Antenne. Rechnerisch ausgedrückt: 11 m : 2 = 5,5 m Strahlerlänge. Bei 5/8 Lambda rechnet man: (11 m : 8) * 5 = 6,875 m Strahlerlänge. Strahlerlängen von 5,5 bzw. 6,875 m sind bei Kfz-Mobil- und Handfunkantennen natürlich nicht realisierbar. Bei diesen Antennen verwendet man sogenannte Verlängerungsspulen, die man entweder am Antennenfuß oder in der Mitte des Strahlers anbringt. Diese Spulen bewirken sozu- sagen eine künstliche Verlängerung der Mobilantenne auf den Wert 5/8 Lambda (Handfunkantennen mit Spule haben meistens den Wert 1/4 Lambda, das entspricht 2,75 m mechanischer Strahlerlänge).
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